{"id":2393,"date":"2020-09-05T13:43:46","date_gmt":"2020-09-05T11:43:46","guid":{"rendered":"https:\/\/gmuseum.de\/test\/?p=2393"},"modified":"2021-01-10T17:55:08","modified_gmt":"2021-01-10T16:55:08","slug":"hand-des-monats-2020-09","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gesellschaft-museum.de\/bridge\/hand-des-monats-2020-09\/","title":{"rendered":"Hand des Monats 2020-09"},"content":{"rendered":"\n<style type=\"text\/css\" data-created_by=\"avia_inline_auto\" id=\"style-css-av-av_one_full-79ff81c021393065cee878051452f6a6\">\n.flex_column.av-av_one_full-79ff81c021393065cee878051452f6a6{\nborder-radius:0px 0px 0px 0px;\n-webkit-border-radius:0px 0px 0px 0px;\n-moz-border-radius:0px 0px 0px 0px;\n}\n<\/style>\n<div class='flex_column av-av_one_full-79ff81c021393065cee878051452f6a6 av_one_full  avia-builder-el-0  el_before_av_one_full  avia-builder-el-first  first flex_column_div av-zero-column-padding '   ><section  class='av_textblock_section av-kivnomjj-970fb66f6f39974dd455243a16048c3d'  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock'  itemprop=\"text\" ><p>&lt;h3&gt;&lt;span style=&#8220;color: #008080;&#8220;&gt;Reizung nach gegnerischer Sperre &lt;\/span&gt;&lt;\/h3&gt;<br \/>\n&lt;style&gt;iframe {float: left;margin-right:30px;}&lt;\/style&gt;<\/p>\n<p><em>Klicken Sie auf Next, um sich die bisherige Reizung anzuschauen<\/em><\/p>\n<p>Was w\u00fcrden Sie an S\u00fcds Stelle reizen?<\/p>\n<p>Folgende M\u00f6glichkeiten fallen mir auf Anhieb ein:<\/p>\n<ol>\n<li>Passen &#8211; F\u00fcr Passe ist man nat\u00fcrlich viel zu stark. Wenn Sie mit einer solchen Hand passen, kommen Sie nach einer gegnerischen Sperre nie in die Reizung.<\/li>\n<li>\u00a03 NT &#8211; Daf\u00fcr fehlt der <span style=\"color: #ff0000;\">\u2665<\/span> Stopper.<\/li>\n<li>4<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> &#8211; Zum einen ist man dazu zu stark. Zum anderen gibt es einige Paare, die an dieser Stelle eine Konvention namens non leaping Michaels spielen (s.u.). Au\u00dferdem kann man nach einem 4<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666 <\/span>Gebot nicht mehr 3 SA spielen. Es ist ja gut m\u00f6glich, dass Partner einen\u00a0<span style=\"color: #ff0000;\">\u2665<\/span> Stopper hat.<\/li>\n<li>5<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> &#8211; Zum einen k\u00f6nnen leicht 6<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> oder sogar 7<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> gehen. Es ist f\u00fcr Partner sehr schwer zu erkennen, wann er die optimalen Karten f\u00fcr einen Schlemm hat. Zum anderen ist 5<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> im Paarturnier ung\u00fcnstig. Falls 3NT gehen oder man einen Pikfit hat, wird 5<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> selten zu einem guten Ergebnis f\u00fchren.<\/li>\n<li>Deshalb ist Kontra eindeutig das flexibelste Gebot, auch wenn man selber nur einen 3er Pik hat. Dies kann zwar dazu f\u00fchren kann, dass man im 4-3 Fit spielt. Das muss aber vor allem dann kein Beinbruch sein, wenn man mit der 3er Farbe das ein oder andere Mal schnappen kann, was hier der Fall w\u00e4re. Ein 4-3 Fit w\u00fcrde sich deutlich schlechter spielen, wenn die Hand mit dem 4er Trumpf in Gegners Farbe kurz ist und man dadurch gezwungen wird, mit der 4er Trumpf zu stechen. Hier ist aber die Hand mit dem 3er Trumpf kurz in Gegners Farbe. Insofern k\u00f6nnte sich ein Pikkontrakt auch gut spielen, selbst wenn man nur einen 4-3 Fit hat. \u00a0Allerdings erfordert das erfolgreiche Abspiel von 4-3 Fits etwas Erfahrung, wobei es nat\u00fcrlich auch m\u00f6glich ist, dass Partner ein 5er \u2660 hat.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div><\/section><\/div>\n<style type=\"text\/css\" data-created_by=\"avia_inline_auto\" id=\"style-css-av-av_one_full-79ff81c021393065cee878051452f6a6\">\n.flex_column.av-av_one_full-79ff81c021393065cee878051452f6a6{\nborder-radius:0px 0px 0px 0px;\n-webkit-border-radius:0px 0px 0px 0px;\n-moz-border-radius:0px 0px 0px 0px;\n}\n<\/style>\n<div class='flex_column av-av_one_full-79ff81c021393065cee878051452f6a6 av_one_full  avia-builder-el-2  el_after_av_one_full  el_before_av_one_full  first flex_column_div av-zero-column-padding column-top-margin'   ><section  class='av_textblock_section av-kivnt1a5-eae02ebf62c1828d59588d0e34cf16ec'  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock'  itemprop=\"text\" ><p>Schauen wir uns die Weiterreizung an:<\/p>\n<p><em>Klicken Sie 2mal auf Next, um zu der Stelle zu kommen, an der Nord bieten muss.\u2663<\/em><\/p>\n<p>\u2665<\/p>\n<p>Was w\u00fcrden Sie an Nords Stelle reizen?<\/p>\n<p>Meine Erfahrung ist, dass die meisten Spieler mit einem 4er Pik jetzt nur 2 Gebote kennen:<\/p>\n<ul>\n<li>3\u2660 oder 4\u2660.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn man 3\u2660 bietet mit allen H\u00e4nden unterhalb von Er\u00f6ffnungsst\u00e4rke, dann wei\u00df Partner nie, wann er heben soll und wann nicht. Die Spanne f\u00fcr das 3\u2660 ist einfach zu gro\u00df. Wenn man deshalb auch schon mit H\u00e4nden ab 9 oder 10 Punkten 4\u2660 bietet, dann ist die Punktspanne f\u00fcr das 4\u2660 Gebot sehr gro\u00df und Partner wei\u00df nie, wann er einen Schlemmversuch machen soll.<br \/>\n<span style=\"color: #008080;\"><strong>Deshalb spielen viele Paare sinnvollerweise, dass man auf das Kontra mit eigentlich einladenden H\u00e4nden 4\u2660 bietet und mit partieforcierenden H\u00e4nden den Gegner \u00fcberruft.<\/strong><\/span><br \/>\nKlar, kann das sein, dass man mit einladenden H\u00e4nden jetzt zu hoch kommt. Aber das ist ja auch der Sinn einer Sperre: Den Gegner zum Raten zwingen. Insofern sollten Sie mit der Nordhand 4\u2660 bieten.<\/p>\n<p>Was soll darauf S\u00fcd bieten? <em>Klicken Sie auf Next, um zu der Stelle zu kommen, an der S\u00fcd bieten muss.<\/em><\/p>\n<p>H\u00e4tte S\u00fcd etwas weniger Punkte, sollte man 4\u2660 jetzt passen, auch auf die Gefahr hin, dass man im 4-3 Fit gelandet ist. Wenn man erf\u00fcllt, wird man sicher ein besseres Resultat erzielen als in 5<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span>. Au\u00dferdem kann Partner ja auch ein 5er Pik haben und dann ist man definitiv im richtigen Kontrakt.<br \/>\nAktuell hat man aber ja ein viel besseres Blatt, als man durch das Kontra versprochen hat. Nachdem Partner so rund 10 oder 11 Punkte gezeigt hat, hat man eigentlich genug Punkte f\u00fcr einen Schlemm. Allerdings wei\u00df man nicht, welchen Schlemm man anstreben soll. Hat Partner lange Piks, dann sollte man 6\u2660 erreichen, ansonsten 6<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span>.Wie kann man das raus bekommen?<br \/>\nWenn man Schlemm spielen m\u00f6chte, aber nicht wei\u00df in welcher Farbe, dann spielen viele Spieler durch den Sprung nach 5NT eine Konvention namens Pick a Slam und signalisieren damit, dass man mind. 2 Farben zur Auswahl hat, die in Anbetracht der bisherigen Reizung als Trumpffarbe in Frage kommen. Insofern schlie\u00dft 5NT Pik als Trumpffarbe nicht aus, gibt den Partner aber die Wahl, ob nicht eine andere Farbe besser als Trumpf geeignet w\u00e4re. Aktuell w\u00fcrde Nord darauf 6<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> bieten, so dass Nord-S\u00fcd in einen exzellenten Schlemm kommen, der sich problemlos spielen l\u00e4sst. Probieren Sie es aus, indem Sie auf Play klicken.<\/p>\n<p>Was h\u00e4tte Nord geboten, wenn er kein 4er oder 5er <span style=\"color: #ff0000;\">\u2666 <\/span>h\u00e4tte?<\/p>\n<ul>\n<li>6\u2663 mit einem 4er oder 5 \u2663. Auf ein solches Gebot h\u00e4tte S\u00fcd nat\u00fcrlich 6<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666 <\/span> geboten, um die langen Karos zu zeigen.<\/li>\n<li>6\u2660 mit einem 5 \u2660<\/li>\n<li>6 SA mit <span style=\"color: #ff0000;\">\u2665<\/span> Stopper.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn Nord nichts von allem hat, muss Nord improvisieren und als geringstes \u00dcbel vermutlich 6\u2660 bieten.<\/p>\n<\/div><\/section><\/div>\n<style type=\"text\/css\" data-created_by=\"avia_inline_auto\" id=\"style-css-av-av_one_full-79ff81c021393065cee878051452f6a6\">\n.flex_column.av-av_one_full-79ff81c021393065cee878051452f6a6{\nborder-radius:0px 0px 0px 0px;\n-webkit-border-radius:0px 0px 0px 0px;\n-moz-border-radius:0px 0px 0px 0px;\n}\n<\/style>\n<div class='flex_column av-av_one_full-79ff81c021393065cee878051452f6a6 av_one_full  avia-builder-el-4  el_after_av_one_full  avia-builder-el-last  first flex_column_div av-zero-column-padding column-top-margin'   ><section  class='av_textblock_section av-kivoztf4-ec8370f6f82ac12c5c6f257138c0c2d5'  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock'  itemprop=\"text\" ><p>So weit die Theorie. In der Praxis hat S\u00fcd 5<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> auf Wests geboten, was zum Endkontrakt wurde. Die Reizung ging also:<\/p>\n<p>3<span style=\"color: #ff0000;\">\u2665<\/span>-p \u2013p &#8211; 5<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span><br \/>\nalle passen<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat der Partner mit dem sehr guten Karoanschluss \u00fcberlegt, ob er nach 5<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> noch 6<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> bieten soll. In Anbetracht der asslosen Hand ist das aber sehr schwierig.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\"><strong>Was f\u00fcr 6<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> spricht, sind die eigenen <span style=\"color: #ff0000;\">\u2665<\/span> Werte<\/strong>.<\/span><\/p>\n<p>Diese lassen vermuten, dass 3SA ein guter Kontrakt sein kann. Daraus folgt, dass 5<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> vermutlich sowieso kein so guter Score ist. Insofern kann man mit einem 6<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> Gebot meist mehr gewinnen als verlieren. Immer dann, wenn man in 5UF ist und glaubt, dass man lieber 3SA h\u00e4tte spielen sollen, ist es sinnvoll, \u00fcber 6UF nachzudenken. Wenn man in dem Schlemm fallen sollte, bekommt man statt eines 10 oder 20% Scores jetzt einen 0% Score. Der Verlust h\u00e4lt sich in Grenzen. Wenn 6UF aber doch geht, hat man den Score signifikant verbessert.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #008080;\">Exkurs: Leaping und non leaping Michaels<\/span><\/strong><br \/>\nIrgendwann hat man festgestellt, dass nach einer gegnerischen Sperre auf 2er Stufe der Sprung nach 4\u2663 oder 4<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> wenig Sinn ergibt, vor allem weil man sich damit oberhalb von 3NT befindet. Daraufhin ist eine Konvention namens Leaping Michaels (leaping=springen) entstanden. 4\u2663 zeigt dabei einen starken 2-F\u00e4rber mit Treffs und einer ungereizten Oberfarbe, 4<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> zeigt einen starken 2-F\u00e4rber mit Karos und einer ungereizten Oberfarbe.<br \/>\nEin wenig mehr Sinn macht es, 4\u2663 oder 4<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> nat\u00fcrlich zu reizen, wenn der Gegner auf 3er Stufe sperrt. Aber auch hier ist es meist besser, dass auf 3er Stufen-Sperren 4\u2663 oder 4<span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> starke 2 F\u00e4rber mit \u2663 oder <span style=\"color: #ff0000;\">\u2666<\/span> und einer ungereizten Oberfarbe zeigen. Da man hierf\u00fcr nicht in 4er UF springen muss, hei\u00dft diese Konvention dementsprechend non leaping Michaels. Non leaping Michaels ist allerdings eine gef\u00e4hrliche Konvention, weil h\u00e4ufig einer von beiden Partnern die Konvention vergisst. Bei leaping Michaels passiert das nicht so oft, weil der Sprung nach 4UF so auff\u00e4llig ist, dass dies kaum mit einer nat\u00fcrlichen Reizung verwechselt werden kann.<\/p>\n<\/div><\/section><\/div><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thema: Reizung nach gegnerischer Sperre, Pick a Slam<br \/>\nSchwierigkeit: Mittel <\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":5125,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false},"categories":[104],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gesellschaft-museum.de\/bridge\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2393"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gesellschaft-museum.de\/bridge\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gesellschaft-museum.de\/bridge\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gesellschaft-museum.de\/bridge\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gesellschaft-museum.de\/bridge\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2393"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/gesellschaft-museum.de\/bridge\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2393\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5390,"href":"https:\/\/gesellschaft-museum.de\/bridge\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2393\/revisions\/5390"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gesellschaft-museum.de\/bridge\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5125"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gesellschaft-museum.de\/bridge\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2393"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gesellschaft-museum.de\/bridge\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2393"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gesellschaft-museum.de\/bridge\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2393"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}